Organisation

Der Anspruch während des Erarbeitungsprozesses bestand darin möglichst vieler Akteure und Interessierte einzubinden, damit fundierte Analysen durchgeführt und zielgerichtete Handlungsfelder und Leitlinien erarbeitet werden konnten. Deshalb war die Beteiligung von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und Bürgern ein wesentlicher Bestandteil des INSEK-Prozesses. Ergänzend zum Kernteam und dem INSEK-Beirat, in welchem die Verwaltung, die Politik und unterschiedliche Akteure mit Fachkompetenzen vertreten waren, galt es gezielt die Bürgerinnen und Bürger Glauchaus einzuladen am Erarbeitungsprozess teilzunehmen.

Organigramm

Grafik: Büro für urbane Projekte

Die während des INSEK-Prozesses angewandte Arbeitsstrukturen verdeutlicht das Organigramm.

Es wird veranschaulicht, dass im Laufe des Gesamtprozesses die Fachressorts der Verwaltung, die Akteure sowie Multiplikatoren der Stadt und die Bürger bei der Erarbeitung mit eingebunden waren. Die letztendliche Entscheidung über das INSEK Glauchau 2030+ und die inhaltliche Ausrichtung blieb dem politischen Gremium, namentlich dem Stadtrat, vorbehalten.

INSEK-Beirat

Der interdisziplinär aufgestellte INSEK-Beirat verkörperte die Rückkopplungsebene. Dieser hatte eine strategische Beratungsfunktion für den federführenden Fachbereich sowie das konzeptbearbeitende Büro. In ihm wurden die Ergebnisse der einzelnen Bausteine des Konzeptes vorgestellt, im Plenum diskutiert und inhaltlich präzisiert. Durch diesen intensiven Dialog mit wichtigen lokalen Akteuren aus unterschiedlichen städtischen Handlungsfeldern, lokalpolitischen Fraktionen der Stadt, den Ortschaftsräten und weiteren Partnern der Stadtentwicklung konnten wichtige Multiplikatoren der Stadtgesellschaft unmittelbar in den Erarbeitungsprozess einbezogen werden. Damit erfüllte der Beirat auch einen Teil der Beteiligungsarbeit.

Der INSEK-Beirat setzte sich aus 18 Personen zusammen:

  • Oberbürgermeister
  • Vertreter der Glauchau Holding
  • Vertreter der weberag mbH / GVZ-Entwicklungsgesellschaft Südwestsachsen mbH
  • Vertreter der Städtischen Altenheim Glauchau gGmbH
  • Vertreter der Glauchauer Wohnungsbau Genossenschaft eG
  • jeweils ein Vertreter der Fraktionen im Stadtrat sowie der FDP-Stadträte
  • ein Vertreter Jugendbeirat
  • ein Vertreter Seniorenbeirat
  • Vertreter aus den Ortschaftsräten

Kernteam

Das Kernteam bildete die interne Arbeitsgruppe und verkörperte somit die Arbeits- und Abstimmungsebene. Darin waren Vertreter der verschiedenen Fachbereiche der Verwaltung Glauchaus sowie das Bearbeiterteam des Büros für urbane Projekte vertreten.

Aufgaben:

  • direkte Abstimmung aller Belange und Inhalte des INSEK-Prozesses
  • Organisation und Bearbeitung des Entwicklungskonzeptes
  • zentrale Abstimmung im Prozess
  • thematische und räumliche Inhalte des zukünftigen INSEK Glauchau 2030+ für die Fachressorts der Stadtverwaltung sowie für die Stadtpolitik aufbereiten
  • sämtliche Beteiligungs- und Informationsveranstaltungen abstimmen

Partner

Das Büro für urbane Projekte aus Leipzig erhielt Ende April 2015 von der Stadt Glauchau den Auftrag ein integriertes Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten. Die Durchführung sowie Strukturierung des gesamten INSEK-Prozesses und der Beteiligungsformate waren neben der eigentlichen Konzepterarbeitung die wesentlichen Hauptaufgaben des Bearbeiterteams.

Weitere Informationen zum Planungsbüro erfahren Sie auf www.urbaneprojekte.de

Eine Besonderheit zur Vorbereitung des INSEK-Prozesses war die Kooperation zwischen der Fachhochschule Erfurt und der Großen Kreisstadt Glauchau. So diente die Stadt während des Sommersemesters 2015 den Studenten im 2. Semester des Bachelorstudienganges „Stadt- und Raumplanung“ als Praxispartner. Während des Studienprojektes waren die Studenten aufgefordert ein integriertes Stadtentwicklungskonzept für Glauchau zu erarbeiten. Im Rahmen dieser Aufgabe hatte die Fachhochschule im April 2015 Projekttage in Glauchau durchgeführt, an denen die  Studenten Glauchau erlaufen, erfahren und erkundet haben, um einen Eindruck von der Stadt zu gewinnen und eine gute Basis für ihre konzeptionelle Arbeit aufzubauen. Aufgrund des begrenzten Zeitraumes für das Semesterprojekt konnten jedoch nicht alle notwendigen Beteiligungen und Prozesse durchgeführt werden, die für ein umfangreiches INSEK erforderlich sind. Daher wurde zusätzlich das Büro für urbane Projekte mit der Aufgabe betraut.

Weitere Informationen zur Fachhochschule Erfurt erhalten Sie auf www.fh-erfurt.de/fhe/

Zur Bündelung der Informationen und Aktivitäten zum Stadtentwicklungskonzept hat die Stadt Glauchau mit Unterstützung von planart4 eine dialogorientierte Internetplattform eingerichtet. Hierdurch sollten neue Formen des direkten Dialogs zwischen Mitarbeitern der Stadtverwaltung und den Bürgern erprobt werden.

Weitere Informationen zum Planungsbüro erfahren Sie auf www.planart4.de

Die Kommentare sind geschlossen.