Bürgerbeteiligung Erweiterung Schlosspark Glauchau

Die Stadt Glauchau hat sich die Aufgabe gestellt den denkmalgeschützten Schlösserkomplex Forder- und Hinterglauchau samt Schlosspark im Rahmen des Förderprogramms “Städtebaulicher Denkmalschutz” zu sanieren und eine attraktive sowie auch touristisch bedeutende Einrichtung für Glauchau und die Region zu erhalten. Bereits umgesetzt beziehungsweise in Realsierung befinden sich der Schlossvorplatz sowie die Erneuerung der Hirschgrundbrücke.

Als nächste größere und wahrnehmbare Maßnahme ist die Umgestaltung des Teilbereiches der Kleingartenanlage „Schlossgarten” vorgesehen. Die Fläche soll wieder ein öffentlich zugänglicher Bestandteil des Schlossparks werden. Nach Aufgabe der Kleingartenanlage beziehungsweise des -vereins „Schlossgarten“ ist nun als erster zeitnaher Schritt der Abriss der Kleingartenanlage geplant.

Im Anschluss an den Rückbau soll die ca. 8.800 m² umfassende Fläche so gestaltet werden, dass ein Parkteil entsteht, der den Ansprüchen der Denkmalpflege sowie dem Möglichen in der Bewirtschaftung durch die Stadt Glauchau entspricht. Die Gestaltungvorgaben des Denkmalschutzes basieren im Wesentlichen auf den Sttrukturen des Stadtplanes von 1798.

Stadtplan 1798 mit Bestand

Darin ist eine geometrische Gestaltung der Wege/Beete des damaligen Schlossgartens des Schlosses Hinterglauchau zu erkennen. Hauptwege treffen sich in der Mitte der Anlage, die vermutlich eine kreisförmige Gestaltung hatte. Inwiefern es eine Wasseranlage war, lässt sich nicht eindeutig nachweisen, liegt aber aufgrund der gärtnerischen Nutzung als Versorgungs- bzw. Küchengarten für die Schlossbewohner von damals nahe. In der Dokumentation-Historie stellen wir Ihnen weitere historische Ansichten und Pläne zur Verfügung.

Eine Wiederherstellung der historischen Wegeverbindung vom Doppelschloss Glauchau über die Hirschgrundbrücke zum Heinrichshof bzw. zur Plantagenstraße ist seitens der Stadt Glauchau als behindertengerechter Fußweg vorgesehen. Entsprechende Vereinbarungen sind durch die Stadtverwaltung Glauchau mit dem Diakoniewerk Westsachsen getroffen worden, welche zudem einer Öffnung des bereits gestalteten Geländes der Diakonie für die Bevölkerung offen gegenüber aufgestellt ist.

Im Auftrag der Stadtverwaltung wurden von einem Planungsbüro zwei Varianten als Entwürfe erarbeitet. Sowohl Variante 1 als auch Variante 2 zeigen eine Vierteilung der Räume bzw. Fläche aufgrund der Orientierung an den zwei historischen Hauptwegen mit einem zentralen Rondell. Die vier Flächen können unterschiedlich genutzt, gestaltet beziehungsweise bestückt werden.

Variante 1 (© ibb Chemnitz GmbH)

Variante 2 (© ibb Chemnitz GmbH)

Ein Einbezug des Museums, der Bibliothek, der Musikschule, der diakonischen Einrichtung, der Glauchauer Künstler sind Grundgedanken, die die Stadtverwaltung Glauchau mit einfließen lassen möchte, um die Identifikation der Bevölkerung mit dem Park zu erhöhen. Mit der Veröffentlichung des Gestaltungskonzeptes (2 Varianten) möchte die Stadt Glauchau die EinwohnerInnen Glauchaus dazu aufrufen, ihre Ideen und Meinungen zur Gestaltung des Parkteils schriftlich bis zum 01.03.2019 einzubringen.

Für die Abgabe von Meinugen und Idee stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  • per Kommentar am Ende dieses Beitrages
  • per Post:
    Stadt Glauchau
    FB V
    Markt 1
    08371 Glauchau
  • per Fax:
    03763-65162
  • per E-Mail:
    h.lindner@glauchau.de

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung. Die eingehenden Vorschläge werden vorerst gesammelt und nach Ablauf des Beteiligungszeitraumes bewertet. Anschließend erfolgt eine Information inwieweit die Ideen und Meinugen im nächsten Planungsschritt berücksichtigt werden können sowie über das weitere Vorgehen.

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Über S. Becker

Stadtverwaltung Glauchau Sachbearbeiter Stadtplanung

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